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SEO-Optimierung Backlinks: Methodisches Fundament für nachhaltigen Linkaufbau

Backlinks gelten seit über 20 Jahren als einer der wichtigsten Rankingfaktoren bei Google. Trotzdem scheitern 68% aller Linkaufbau-Kampagnen an methodischen Grundfehlern. Dieser Wissensartikel zeigt Ihnen, wie Sie Backlinks systematisch aufbauen, analysieren und bewerten – mit konkreten Tools, Metriken und einer ehrlichen Einordnung, was funktioniert und was nicht.

Agentur-neutral Methodisch fundiert Mit Tool-Empfehlungen
1,2 Mio Backlinks analysiert (Ahrefs, 2023)
73% aller Seiten haben 0 Backlinks (Backlinko-Studie)
91 Durchschnittlicher Domain Rating für Top-10-Rankings

Was sind Backlinks und warum sind sie für SEO-Optimierung relevant?

Ein Backlink ist ein eingehender Hyperlink von einer externen Domain auf Ihre Website. Google interpretiert Backlinks als Empfehlungen – ähnlich wie Zitationen in wissenschaftlichen Arbeiten. Je mehr qualitativ hochwertige Websites auf Ihre Inhalte verlinken, desto höher bewertet der Algorithmus Ihre thematische Autorität.

Die technische Grundlage bildet der PageRank-Algorithmus, den Larry Page und Sergey Brin 1998 entwickelten. Jeder Link überträgt einen Teil der „Link-Equity“ der verlinkenden Seite. Die Formel berücksichtigt dabei die Anzahl ausgehender Links auf der Quellseite und die eigene Autorität der verlinkenden Domain. Ein Link von einer Seite mit 10 ausgehenden Links überträgt mehr Wert als einer von einer Seite mit 100 ausgehenden Links.

In der Praxis korrelieren Backlinks nachweislich mit Rankings: Eine Ahrefs-Analyse von 1 Million Suchanfragen zeigte, dass die Top-1-Position durchschnittlich 3,8-mal mehr Referring Domains hat als Position 2-10. Allerdings ist Korrelation nicht Kausalität – oft ranken Seiten gut, weil sie exzellenten Content haben, der dann natürlich Backlinks anzieht. Der direkte Ranking-Boost durch einen einzelnen Link ist schwer isoliert messbar.

94%

aller Online-Inhalte generieren weniger als 10 Backlinks. Content allein reicht nicht – Sie brauchen eine aktive Outreach-Strategie.

Die drei Arten von Backlinks nach Funktionsweise

Technisch unterscheiden wir drei Link-Typen mit unterschiedlicher SEO-Wirkung:

  • Dofollow-Links: Der Standard-Link ohne rel-Attribut oder mit rel=“dofollow“. Überträgt Link-Equity und wird in die Ranking-Berechnung einbezogen. Etwa 83% aller Web-Links sind Dofollow.
  • Nofollow-Links: Links mit rel=“nofollow“. Google folgt diesen Links zwar beim Crawlen, überträgt aber offiziell keine Link-Equity. Seit 2019 behandelt Google Nofollow als „Hint“ – der Algorithmus kann den Link also berücksichtigen, muss aber nicht.
  • UGC und Sponsored: rel=“ugc“ für User-Generated-Content (Foren, Kommentare) und rel=“sponsored“ für bezahlte Links. Google nutzt diese zur besseren Einordnung der Link-Quelle.

Für Ihre SEO-Beratung ist wichtig: Nofollow-Links haben durchaus indirekten Wert. Sie bringen Traffic, Markenbekanntheit und können natürliche Dofollow-Links nach sich ziehen. Eine reine Fokussierung auf Dofollow ist methodisch zu eng.

Die wichtigsten Backlink-Metriken und ihre Interpretation

Um Backlinks systematisch zu bewerten, arbeiten wir mit standardisierten Metriken. Keine davon ist perfekt, aber in Kombination ergeben sie ein belastbares Bild:

Domain Authority vs. Domain Rating

Domain Authority (DA) von Moz und Domain Rating (DR) von Ahrefs messen auf einer Skala von 0-100, wie stark eine Domain aus Link-Perspektive ist. Beide basieren auf proprietären Algorithmen, die das gesamte Backlink-Profil analysieren. Ein DR von 70+ gilt als stark, ab 50 als solide, unter 30 als schwach.

Wichtig: Diese Metriken sind keine Google-Scores. Google verwendet eigene, nicht-öffentliche Werte. DA und DR korrelieren aber nachweislich mit Rankings (Spearman-Korrelation von 0,67 laut Moz-Studie 2022). Nutzen Sie sie als Orientierung, nicht als absolute Wahrheit.

Trust Flow und Citation Flow (Majestic)

Majestic bietet mit Trust Flow (TF) und Citation Flow (CF) ein zweidimensionales Modell. CF misst die reine Link-Menge, TF die Qualität basierend auf der Nähe zu vertrauenswürdigen Seed-Sites (z.B. .gov, .edu, etablierte News-Sites). Ein gesundes Verhältnis liegt bei TF/CF > 0,5. Ist CF deutlich höher als TF, deutet das auf manipulative Link-Netzwerke hin.

14,1

Median der Referring Domains für Seiten, die in den Top 10 ranken (Backlinko-Analyse von 11,8 Mio. Suchergebnissen). Sie brauchen mehr als ein paar Links.

Anchor-Text-Verteilung

Der Anchor-Text (sichtbarer Link-Text) gibt Google Kontext zum verlinkten Inhalt. Eine natürliche Verteilung sieht ungefähr so aus:

  • 40-50% Brand-Anchors (Ihr Firmenname, Domain)
  • 20-30% generische Anchors („hier klicken“, „diese Seite“, „mehr erfahren“)
  • 15-25% partial-match Anchors (Keyword-Variationen, Long-Tail)
  • 5-10% exact-match Anchors (exaktes Hauptkeyword)
  • 10-15% URL-Anchors (nackte URL als Ankertext)

Ein zu hoher Anteil exact-match Anchors (über 30%) ist ein Red Flag für Google – das deutet auf manipulativen Linkaufbau hin. Bei der Keyword-Recherche sollten Sie daher auch Link-freundliche Keyword-Variationen identifizieren.

Die wichtigsten Tools für Backlink-Analyse und Linkaufbau SEO

Ohne professionelle Tools ist systematischer Linkaufbau SEO nicht möglich. Hier die Standardwerkzeuge mit konkreten Anwendungsfällen:

Ahrefs: Der Industriestandard

Ahrefs crawlt das Web mit eigenem Bot und unterhält einen Index von über 400 Milliarden Seiten. Für Backlink-Analysen das präziseste Tool. Kern-Features:

  • Site Explorer: Vollständiges Backlink-Profil jeder Domain mit DR, Referring Domains, Anchor-Texten
  • Broken Link Checker: Findet tote Links auf anderen Sites (Gelegenheit für Link-Replacement)
  • Content Explorer: Identifiziert die meist-verlinkten Inhalte zu einem Thema (für Content-Gaps)
  • Link Intersect: Zeigt Domains, die auf Ihre Wettbewerber, aber nicht auf Sie verlinken

Kosten: ab 99 USD/Monat (Lite-Plan). Für erste SEO-Audits können Sie auch die 7-Tage-Testversion für 7 USD nutzen.

Majestic: Historische Daten und Trust-Metriken

Majestic pflegt den größten kommerziellen Link-Index (über 6 Billionen URLs) und bietet einzigartige historische Daten. Besonders wertvoll sind der Historic Index (Links seit 2011) und das Trust-Flow-Modell. Schwäche: Die Crawl-Frequenz ist niedriger als bei Ahrefs, neue Links tauchen später auf.

Kosten: ab 49,99 USD/Monat (Lite). Die kostenlose Browser-Extension zeigt TF/CF für jede besuchte Seite.

SEMrush Backlink Analytics

SEMrush kombiniert Backlink-Analyse mit Keyword- und Konkurrenz-Research. Besonders stark bei der Identifikation toxischer Links (Authority Score vs. Toxic Score). Die Integration mit anderen SEMrush-Tools (Position Tracking, Site Audit) macht es zum All-in-One-Tool für Agenturen.

Kosten: ab 119,95 USD/Monat (Pro). Backlink-Analytics ist in allen Plänen enthalten.

Google Search Console: Die Basis

Die kostenlose Google Search Console zeigt Ihnen im Bereich „Links“, welche Backlinks Google tatsächlich kennt und indexiert hat. Die Daten sind gefiltert (Google zeigt nicht alle Links) und verzögert (oft 2-4 Wochen Lag), aber es ist die einzige Quelle für Google’s eigene Sicht. Nutzen Sie GSC als Baseline und ergänzen Sie mit den anderen Tools.

Check Backlinks SEO: Monitoring-Tools

Für kontinuierliches Check Backlinks SEO eignen sich Monitoring-Tools wie Monitor Backlinks (ab 24,25 EUR/Monat) oder LinkMiner (kostenlos mit Limits). Diese Tools tracken Ihr Backlink-Profil über Zeit und alarmieren Sie bei verlorenen oder neuen Links. Gerade verlorene High-Authority-Links sollten Sie schnell identifizieren und ggf. reaktivieren.

Methodischer Linkaufbau: Die vier bewährten Strategien

Linkaufbau SEO basiert auf vier methodischen Säulen. Alle haben spezifische Anwendungsbereiche und Limitierungen:

1. Content-basierter Linkaufbau (Earned Links)

Sie erstellen außergewöhnlichen Content, der aus sich heraus Links anzieht. Das können sein: Original-Studien mit eigenen Daten, interaktive Tools, umfassende Guides oder datengetriebene Infografiken. Beispiel: Backlinko’s „200 Google Ranking Factors“ hat über 12.000 Backlinks generiert.

Realistisch: Diese Strategie funktioniert, braucht aber Zeit (6-12 Monate) und Seed-Promotion (Outreach an 50-100 relevante Sites beim Launch). Content allein reicht nie – Sie müssen aktiv darauf aufmerksam machen. Bei der OnPage-SEO sollten Sie solche Linkable Assets bereits mitdenken.

2. Outreach-basierter Linkaufbau

Sie identifizieren relevante Websites und pitchen proaktiv einen Link-Grund. Bewährte Ansätze:

  • Broken Link Building: Sie finden tote Links auf fremden Sites (mit Ahrefs oder Check My Links Extension), informieren den Webmaster und schlagen Ihren Content als Ersatz vor. Erfolgsrate: 5-8%.
  • Resource Page Outreach: Viele Sites haben „Best Tools für X“ oder „Ressourcen zu Y“ Seiten. Wenn Ihr Angebot reinpasst, ist die Link-Chance hoch. Erfolgsrate: 8-12%.
  • Guest Posting: Sie schreiben einen Fachartikel für eine andere Site und bekommen einen Link in der Bio oder im Content. Erfolgsrate: 15-25%, aber aufwendig (2-4h pro Artikel).
  • HARO (Help A Reporter Out): Journalisten suchen Experten-Quotes. Sie antworten, werden zitiert, bekommen einen Link. Erfolgsrate: 3-5%, aber High-Authority-Links (.de-Äquivalent: Pressemitteilungs-Portale mit journalistischer Nutzung).

Wichtig: Personalisierung ist entscheidend. Massen-E-Mails („Dear Webmaster“) haben Erfolgsraten unter 1%. Investieren Sie 5-10 Minuten pro Outreach-Mail, um echten Mehrwert zu kommunizieren.

3. Unlinked Brand Mentions

Oft erwähnen Websites Ihre Marke oder Produkte, ohne zu verlinken. Mit Brand-Monitoring-Tools (BuzzSumo, Mention, Google Alerts) finden Sie diese Erwähnungen und fragen höflich nach einem Link. Erfolgsrate: 20-30%, weil die Site Sie bereits kennt.

Setup: Legen Sie Alerts für Ihre Brand, Produktnamen und Key-Personen an. Prüfen Sie wöchentlich und reagieren Sie innerhalb von 48h (solange der Content noch frisch im CMS ist).

4. Kompetitive Backlink-Akquise

Analysieren Sie die Backlink-Profile Ihrer Top-3-Wettbewerber mit Ahrefs‘ Link Intersect Tool. Identifizieren Sie Domains, die auf 2-3 Wettbewerber, aber nicht auf Sie verlinken. Diese Sites sind nachweislich offen für Ihre Branche – das Pitch-Fundament ist gelegt.

Vorgehen: Exportieren Sie die Liste, filtern Sie nach DR > 30, analysieren Sie den Kontext des Links (passt Ihr Content?), erstellen Sie ein besseres Link-Asset und pitchen Sie es gezielt. Zeitaufwand: etwa 30 Minuten pro identifiziertem Target.

2,3%

Durchschnittliche Conversion-Rate bei Cold-Outreach-Kampagnen (Pitchbox-Daten, 2023). Sie brauchen eine Liste von 200-300 Targets für 5-7 Links.

Die sieben häufigsten Fehler bei SEO Backlinks (und wie Sie sie vermeiden)

1. SEO Backlinks kaufen ohne Mehrwert

Viele Anbieter verkaufen Link-Pakete („50 Backlinks für 299 EUR“). Das sind fast immer Low-Quality-Links aus Private Blog Networks (PBNs) oder Link-Farmen. Google erkennt diese Muster mit hoher Präzision und wertet Ihre Seite ab (Penguin-Update).

Realistisch: SEO Backlinks kaufen kann funktionieren, wenn Sie in echte Sponsored-Content-Placements auf relevanten Branchenseiten investieren (gekennzeichnet mit rel=“sponsored“). Kosten: 300-2.000 EUR pro Link auf DR 50+ Sites. Für die meisten KMUs ist Earned Media kosteneffizienter.

2. Irrelevante thematische Links

Ein Link von einer Poker-Seite zu Ihrem Steuerberatungs-Content hilft nicht – Google bewertet thematische Relevanz. Nutzen Sie Ahrefs‘ Category-Filter oder SEMrush‘ Topic Research, um sicherzustellen, dass Link-Targets in Ihrer Branche aktiv sind.

3. Zu schneller Linkaufbau

Wenn Sie innerhalb eines Monats von 5 auf 50 Referring Domains springen, ist das für Google unnatürlich. Ein gesundes Wachstum liegt bei 10-20% pro Monat. Verteilen Sie Ihre Outreach-Kampagnen über mehrere Monate.

4. Vernachlässigung interner Links

Bevor Sie externe Backlinks aufbauen, optimieren Sie Ihre interne Linkstruktur. Google wertet die wichtigsten Seiten Ihrer Site anhand interner Links. Eine Seite ohne interne Links verschwendet externe Link-Equity. Die Technical SEO bildet das Fundament für effektiven Linkaufbau.

5. Kein Tracking der Link-Performance

Viele Unternehmen sammeln Links, messen aber nicht, welche tatsächlich Rankings oder Traffic bewegen. Nutzen Sie UTM-Parameter oder die GSC-Daten, um Link-Referrals zu tracken. Investieren Sie mehr Zeit in Link-Typen, die nachweislich performen.

6. Ignorieren toxischer Backlinks

Negative SEO (Wettbewerber bauen absichtlich Spam-Links zu Ihrer Site) ist real, aber seltener als gedacht. Wenn Sie plötzlich hunderte Links von russischen Pharma-Sites bekommen, nutzen Sie Google’s Disavow Tool (mit Vorsicht – falsch angewendet schadet es mehr als es hilft).

7. Unterschätzung von lokalen Links

Für lokale Unternehmen sind Backlinks von Branchenverbänden, lokalen News-Sites oder Sponsorings extrem wertvoll. Ein Link von einer Stadt-Website (DR 60-80) ist für Local SEO oft effektiver als ein thematisch irrelevanter DR-90-Link. Nutzen Sie lokale Outreach-Strategien.

Advanced Tactics: Link Velocity, Disavow und Link Reclamation

Link Velocity verstehen und steuern

Link Velocity beschreibt die Geschwindigkeit, mit der Ihre Site neue Backlinks gewinnt oder verliert. Eine natürliche Velocity ist nicht linear – sie korreliert mit Content-Releases, PR-Aktivitäten und Saisonalität. Analysieren Sie in Ahrefs unter „Backlinks“ > „New/Lost“ die Velocity Ihrer Top-Wettbewerber. Das gibt Ihnen Benchmarks für Ihre Branche.

Warnsignal: Plötzliche Sprünge (100+ neue Links an einem Tag ohne erkennbaren Grund) oder kontinuierlicher Link-Verlust (mehr Lost als New Links über 3 Monate). Ersteres kann auf Spam hindeuten, Letzteres auf veralteten Content oder technische Probleme.

Google Disavow Tool: Wann und wie

Das Disavow Tool sollten Sie nur in zwei Szenarien nutzen: 1) Nach einer manuellen Penalty wegen unnatürlicher Links oder 2) bei offensichtlicher Negative SEO (hunderte Spam-Links innerhalb weniger Tage). Für normale Link-Profile ist Disavow nicht nötig – Google ignoriert Low-Quality-Links automatisch.

Prozess: Exportieren Sie Ihr Backlink-Profil aus GSC oder Ahrefs, identifizieren Sie toxische Links (DR < 10, irrelevante Anchors, bekannte Spam-Domains), erstellen Sie eine disavow.txt-Datei (ein URL oder Domain pro Zeile) und laden Sie sie in der Search Console hoch. Erwartung: Effekt nach 4-6 Wochen (nächstes Recrawl).

Link Reclamation: Verlorene Links zurückgewinnen

Laut Ahrefs verlieren Websites durchschnittlich 9,1% ihrer Backlinks pro Monat (durch Content-Löschungen, Site-Relaunches, etc.). Link Reclamation ist der Prozess, diese Links zurückzugewinnen. In Ahrefs unter „Backlinks“ > „Lost“ sehen Sie kürzlich verlorene Links. Kontaktieren Sie die Webmaster und fragen Sie, ob der Link wiederhergestellt werden kann (oft ein einfacher technischer Fehler).

Besonders effektiv bei High-DR-Links (DR > 50). Zeitaufwand: 10 Minuten pro Link. Erfolgsrate: 15-25%.

Was kostet professioneller SEO Linkaufbau? Realistische Budgets

Linkaufbau ist die zeitaufwendigste SEO-Disziplin. Hier realistische Kostenmodelle:

DIY (Do-It-Yourself)

Sie übernehmen den Linkaufbau intern. Kosten: Tool-Subscriptions (Ahrefs, BuzzSumo, Hunter.io für E-Mail-Finder) ca. 200-300 EUR/Monat plus Zeitinvestition (15-20h/Monat für 5-8 neue Links). Geeignet für Startups und kleine Unternehmen mit Marketing-Know-how.

Agentur-Betreuung

SEO-Agenturen rechnen Linkaufbau meist als Teil eines Gesamt-Retainers ab. Typische Modelle: 1.500-3.000 EUR/Monat für 5-10 High-Quality-Links oder 300-500 EUR pro erfolgreich platziertem Link (Performance-basiert). Höhere SEO-Kosten für DR 70+ Links oder kompetitive Branchen (Finanzen, Recht).

Freelancer

Spezialisierte Linkbuilder arbeiten oft auf Freelance-Basis. Stundensätze: 60-120 EUR. Ein typisches Projekt (100 Outreach-E-Mails, 8-12 gewonnene Links) kostet 2.000-4.000 EUR. Vorteil: Flexibilität. Nachteil: Qualität schwankt stark, prüfen Sie Referenzen.

Was bringt ein einzelner Backlink?

Eine Frage ohne universelle Antwort. Ein DR-80-Link von einer thematisch perfekten Site kann Ihre Rankings für Mid-Tail-Keywords um 3-8 Positionen heben. Ein DR-30-Link von einer irrelevanten Site bringt kaum messbare Effekte. Die Korrelation zwischen Links und Rankings ist logarithmisch – die ersten 10 Links haben überproportionalen Impact, danach flacht die Kurve ab.

Für eine realistische Planung: Rechnen Sie mit 15-25 High-Quality-Backlinks (DR 40+, thematisch relevant) für einen messbaren Ranking-Boost in moderat kompetitiven Keywords. Bei hart umkämpften Begriffen (Finanzen, Versicherungen, Recht) brauchen Sie 50+ Referring Domains.

Häufig gestellte Fragen zu SEO Backlinks

Wie viele Backlinks brauche ich, um auf Seite 1 zu ranken?

Die Anzahl hängt von der Keyword-Kompetition ab. Für Low-Competition-Keywords können 5-10 qualitativ hochwertige Backlinks (DR 40+) ausreichen. Bei hart umkämpften Begriffen brauchen Sie oft 50-100+ Referring Domains. Analysieren Sie die Backlink-Profile der aktuellen Top-10 mit Ahrefs – das gibt Ihnen einen realistischen Benchmark. Wichtig: Qualität schlägt Quantität. 5 thematisch perfekte DR-60-Links sind effektiver als 50 irrelevante DR-20-Links.

Sind Nofollow-Links für SEO komplett wertlos?

Nein, das ist ein verbreiteter Mythos. Seit dem Google-Update 2019 behandelt der Algorithmus Nofollow als „Hint“ – Google kann die Links berücksichtigen. Zudem bringen Nofollow-Links indirekten Wert: Traffic, Markenbekanntheit und die Chance auf Folge-Links. Ein Nofollow-Link von Wikipedia oder großen News-Sites ist wertvoller als viele Dofollow-Links von unbekannten Blogs. Fokussieren Sie sich nicht ausschließlich auf Dofollow, sondern auf Relevanz und Autorität der verlinkenden Domain.

Wie erkenne ich toxische oder schädliche Backlinks?

Toxische Links haben meist mehrere dieser Merkmale: Domain Rating unter 10, hunderte ausgehende Links auf der verlinkenden Seite, irrelevanter oder pornografischer Content, exotische TLDs (.xyz, .tk), bekannte Spam-Domains. Tools wie SEMrush (Toxic Score) oder Ahrefs (Spam Score) identifizieren diese automatisch. Aber: Google ist sehr gut darin geworden, Spam-Links zu ignorieren. Sie müssen nicht jede Low-Quality-Seite disavowen. Nur bei hunderten offensichtlichen Spam-Links oder nach einer manuellen Penalty ist das Disavow Tool nötig.

Welches Tool ist besser: Ahrefs, SEMrush oder Majestic?

Für reine Backlink-Analyse ist Ahrefs der Goldstandard – größter aktiver Crawl-Index, schnellste Update-Frequenz, beste Benutzeroberfläche. SEMrush ist stärker bei der Integration von Backlink-Daten mit Keyword-Research und Site-Audits – ideal für Agenturen, die ein All-in-One-Tool brauchen. Majestic glänzt bei historischen Daten und dem Trust-Flow-Modell. Für die meisten Anwender ist Ahrefs die beste Wahl. Wenn Sie bereits SEMrush für andere SEO-Aufgaben nutzen, reicht das Backlink-Modul aus. Testen Sie im Zweifel beide mit den Testversionen.

Wie lange dauert es, bis ein neuer Backlink wirkt?

Google muss die verlinkende Seite erst crawlen und den neuen Link indexieren. Das dauert je nach Domain-Autorität und Crawl-Budget 2-8 Wochen. High-Authority-Sites (News-Portale, Wikipedia) werden täglich gecrawlt – hier sehen Sie Effekte innerhalb von Tagen. Low-Authority-Blogs können Monate brauchen. Sie können den Prozess beschleunigen, indem Sie die verlinkende URL in der Google Search Console zur Indexierung einreichen (URL Inspection Tool). Erwarten Sie messbare Ranking-Effekte erst nach 4-6 Wochen.

Kann ich SEO Backlinks kaufen, ohne von Google bestraft zu werden?

Theoretisch ja, praktisch riskant. Google’s Webmaster Guidelines verbieten explizit den Kauf von Links, die PageRank manipulieren sollen. Wenn Sie dennoch Sponsored Content kaufen, MÜSSEN Sie die Links mit rel=“sponsored“ kennzeichnen. Dann sind sie konform, übertragen aber offiziell keine Link-Equity. Realistisch: Google erkennt viele gekaufte Link-Patterns (PBNs, Link-Farmen) sehr präzise. Das Risiko einer Penalty oder Abwertung ist hoch. Investieren Sie das Budget lieber in Content-Marketing oder PR für natürliche Earned Links – das ist nachhaltiger und risikofrei.

Was ist wichtiger: viele Backlinks oder wenige hochwertige?

Qualität schlägt Quantität, aber die Kombination ist ideal. Google’s Algorithmus berücksichtigt sowohl die Anzahl der Referring Domains (Diversität) als auch deren Autorität. Eine Site mit 100 DR-20-Links wird in der Regel von einer Site mit 20 DR-60-Links übertroffen. Aber: Eine Site mit nur 3 Links, egal wie hochwertig, wird Schwierigkeiten haben gegen Wettbewerber mit 50+ Referring Domains. Streben Sie einen Mix an: einen Core aus 10-15 High-Authority-Links (DR 50+) und eine breite Basis von 30-50 Mid-Tier-Links (DR 30-50).

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